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Sechstklässler erleben Katastrophenschutztag beim Deutschen Roten Kreuz

Am Katastrophenschutztag besuchten die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen die DRK-Wache in Crailsheim für einen praxisnahen Vormittag — und kehrten beeindruckt und informiert in die Schule zurück. Ziel des Ausflugs war ein Einblick in Rettungsdienstarbeit und Katastrophenschutz sowie konkrete Erste-Hilfe-Übungen für den Alltag.

Führung durch die DRK-Wache

Zu Beginn führten der Leiter der DRK-Wache, Thomas Feuchter, und die Notfallsanitäterin Tabea Kohr die Gruppe durch die frisch gestalteten Räume der Rettungswache. Die Schülerinnen und Schüler sahen mehrere Rettungswagen von innen und außen und erhielten Erklärungen zu deren Ausstattung und Funktionen. Herr Feuchter erläuterte etwa, wie Notfallrucksäcke, Tragen und medizinische Geräte eingesetzt werden und welche Aufgaben Fahrer, Notfallsanitäter und Notärzte haben. Eine Schülerin fasste zusammen: „Man merkt erst, wie viel dahintersteckt – und wie wichtig schnelle Hilfe ist.“

Besonders eindrücklich war eine Live-Demonstration: Ein Schüler übernahm die Rolle eines Patienten und wurde von den Einsatzkräften erstversorgt. Dabei kam auch ein EKG zum Einsatz, das die Herzaktivität anzeigte. Die Demonstration machte sichtbar, wie medizinische Erstmaßnahmen vor Ort ablaufen und wie Technik und Teamarbeit zusammenwirken.

Praktischer Teil: Stabilisierung und Verbände

Im zweiten Teil des Vormittags durften die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen. Unter Anleitung der erfahrenen Ausbilderin Manuela Weber übten sie zentrale Erste-Hilfe-Techniken:

  • eine verletzte Person in die stabile Seitenlage bringen
  • bei bewusstlosen Motorrad- und E-Scooter-Fahrern den Helm korrekt abnehmen
  • Wunden versorgen und Verbände richtig anlegen

Die praktischen Übungen wurden von der DRK-Ausbilderin beobachtet und mit hilfreichen Tipps ergänzt, sodass die Kinder schnell Sicherheit im Umgang mit den Handgriffen gewannen.

Diskussion: E-Scooter, Helmpflicht und Alltagssicherheit

Neben Technik und Praxis stand auch die Bedeutung präventiven Verhaltens im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten lebhaft über E-Scooter, Gefahren im Straßenverkehr und die Frage nach einer Helmpflicht. Ein DRK-Mitarbeiter betonte, dass Prävention und richtiges Verhalten oft lebensrettend sein können: „Vorbeugen ist fast immer besser als Nachbehandeln.“

Fazit: Ein gelungener Vormittag mit bleibendem Nutzen

Der Ausflug zum Deutschen Roten Kreuz erwies sich als sehr gelungener Vormittag: Wissensvermittlung, praktisches Üben und Anstöße zur Diskussion verbanden sich zu einem abwechslungsreichen Programm. Lehrkräfte und Rettungskräfte lobten das große Interesse der Kinder, die mit wichtigen Informationen für ihren Alltag und gestärktem Selbstvertrauen in Erste-Hilfe-Kompetenzen zurückkamen. Ein Schüler brachte es auf den Punkt: „Das sollte jede Klasse mal machen.“