Das Abenteuer Indien endet

Wenn die Herbstferien vor der Tür stehen, dann steigt die Vorfreude der Schüler auf eine Woche Ferien. Ganz anders dürfte dies für sieben Schülerinnen der E1 & E2 gewesen sein. Pünktlich zwei Wochen vor Ferienbeginn starten diese in das ferne Indien zum Schüleraustausch mit zwei Schulen in Neu-Delhi.

An dieser Stelle können Sie regelmäßig die Berichte unserer „Indienfahrer“ nachlesen und sie auf ihrer Reise begleiten.

Indienberichte von Lilli Hirt (Update 7.11.2017)

Montag, 16.10.17

Lena, Penelope, Anton, Daniel, Emma, Hannah und ich sollen am selben Abend noch am anderen Ende der Welt in Indien sein? Zu diesem Zeitpunkt noch unvorstellbar. Der Bus kam um 8 Uhr zum LMG, davor hatte uns noch die ganze Klassenstufe verabschiedet. Wir luden unsere Koffer in den Bus und winkten noch ein letztes Mal unseren Freunden zu, und dann ging es schon los. In Schwäbisch-Hall holten wir noch kurz die restlichen Schüler ab und fuhren gleich nach Frankfurt weiter. Die Aufregung stieg und meine leichte Flugangst meldete sich auch. Jedenfalls kamen wir dann nach 3 Stunden Fahrt in Frankfurt an, jeder holte seinen Koffer und wir gingen auch schon in den Flughafen rein. Nach endlosen Kontrollen und Wartezeiten stiegen wir dann endlich ins Flugzeug ein. Der Flug war recht angenehm, aber ziemlich lang, es war das erste Mal, dass ich mit einem so grossen Flugzeug geflogen bin. Als wir dann endlich in Indien gelandet waren, war es schon Nacht. Das erste was mir in Indien aufgefallen ist, war der Teppichboden im Flughafen, so etwas hab ich auch noch nie gesehen. Ausserdem war es ziemlich warm dort, trotzdessen, dass es Nacht war. Schließlich haben wir alle unsere Koffer geholt und als wir aus dem Flughafen traten, kamen uns Jubelschreie entgegen. Die Gastfamilien hatten uns schon alle erwartet und empfingen uns herzlich. Ich habe meine Austauschpartnerin schnell gefunden, sie umarmte mich gleich zur Begrüssung, was sie sehr symphatisch machte. Sie brachte mich auch gleich zu ihrem Auto, wo ich dann ihre Mutter und ihren Vater kennenlernte. Sie waren sehr freundlich zu mir und sie fuhren mich direkt zu ihnen nach Hause. Meine Gastfamilie lebt in einem Haus, dass sehr gemütlich eingerichtet ist und ich bekam auch mein eigenes Zimmer. Ich hatte zwar keine Klimaanlage, aber einen Deckenventilator, was mir auch reichte. So endete dann mein erster Tag in Indien, ich realisieret da auch langsam, dass ich nicht mehr in Deutschland war.

Dienstag, 17.10.17

Ich wurde an diesem Tag dadurch wach, dass eine fremde junge Frau mein Zimmer putze. Später, wie mir erklaert wurde, fand ich heraus, dass sie eine Aushilfe im Haus ist. Viele indische Familien haben diese Bedienstete oder auch Aushilfen.
Ich glaube nicht, dass ich jemals in meinem Leben so viel Frühstueck hatte wie an diesem Morgen. Mir wurde eine Reispfanne vorgelegt, dazu einen Bananenshake, etliche Früchte (manche hatte ich noch nie in meinem Leben zuvor gesehen) und noch viele andere Dinge. Irgendwann schaffte ich es zu sagen, dass ich satt war und konnte den Esstisch verlassen ( obwohl ich das Gefühl hatte, dass sie ein wenig enttäutsch waren). Dann gab es ein wenig private Zeit und gleich darauf Mittagessen (obwohlich noch vom Frühstueck aurreichend satt war). Es gab etwas ganz typisch Nordindisches, wie wie mir erklärten. Man hat so einen kleinen Brotfladen, von dem man sich ein Stück abreißt und zu einem Trichter formt und diesen dann in verschiedene „Soßen“ tunkt und ihn damit füllt und isst. Nach diesem Essen holte meine Gastmutter eine Waage und wog mich. Als ich nach dem Grund dieser Aktion fragte, meinte sie, dass wenn ich nach den 4 Wochen Aufenthalt in Indien mehr wiege, sie gute Gastgeber waren. Das war ziemlich ungewöhnlich fuer mich. Jedenfalls durfte ich anschliessend ein paar typische indisches Kleider von meiner Austauschpartnerin anprobieren. Sehr beliebt in Indien sind die sogenannten „Lehengas“. Das ist ein langer, schön verzierter Rock und ein kurzes T-Shirt dazu ( meist in der selben Farbe) und darüber wird noch ein Tuch getragen. Ich persönlich finde sie am besten von den indischen Kleidungsstücken, die ich bisher gesehen habe. Wenn man einen Unterschied zwischen dem indischen Kleiderschrank meiner Gastfamilie und meinem Kleiderschrank sagen kann, dann sind es die viele, bunten Farben die den indischen Kleiderschrank prägen. Nachdem ich ein paar indische Outfits anprobieren durfte, sind wir dann auf einen Markt gefahren, um ein bisschen einzukaufen. Dort habe ich dann auch mein erstes „Mehendi“ oder auch Henna Tatoo auf beide Hände bekommen, es hält ungefaehr ein bis zwei Wochen. Dann sind wir wieder nach Hause gefahren und es gab Pizza (natürlich vegetarisch) und so ging mein zweiter Tag in Indien vorbei.

Mittwoch, 18.10.17

Der Tag begann wie der davor, viel Essen zum Frühstueck und erstmal ein wenig Ruhe. Manvi (meine Austauschpartnerin) und ihre Mutter sind wieder einkaufen gefahren, während ich im Haus mit der Schwester verblieb, die gerade Schachunterricht hatte. Heute war der Tag vor Diwali, „little Diwali“ genannt. Die Menschen besuchen sich gegenseitige und beschenken sich jedes Mal aufs Neue. Als sie dann vom Markt zurück kamen, machten wir uns für die bevorstehenden Partys bereit, ich bekam sogar ein indisches Oberteil dafür. Meine Gastmutter fuhr mich und Manvi dann zur DPS (Dehli Public School), wo wir dann auf einen Klassenkameraden von Manvi und seinen deutschen Austauschpartner warteten. Wir Vier fuhren dann gemeinsam mit einem Taxi zum Haus von einer Freundin von Manvi, die eine Party für alle Teilnehmer des Austausches veranstaltete. Als wir ankamen, war die Stimmung schon ziemlich aufgeheizt, alle tanzten zu englischer und hindischer Musik und es gab auch Essen. Am Anfang war es ein wenig langweilig, aber als Lena zur Party dazu stoß, tanzten auch wir mit. Die Party musste ich auch leider wieder ziemlich schnell verlassen, da ich noch zur zweiten Party an diesem Tag musste. Als wir auf das Taxi warteten, gingen wir auch in einen kleinen Tempel, der direkt daneben war. Es ist nicht erlaubt in einen Tempel mit Schuhen zu gehen, deswegen zogen wir sie auch gleich aus. Es waren verschiedene Götterstatuen im Tempel. Manvi erklärte mir zu jedem Gott etwas, und sie verbeugte sich auch vor jeder Götterstatue. Dann sind wir zum sogenannten „Pujari“ oder auch „temple priest“ gegangen der uns erst Kräuterwasser gab, das wir trinken sollten und dann „Pasad“, etwas Süßes, was wir essen sollten. Zuletzt bekamen wir noch einen roten Punkt auf die Stirn, in hindi auch „tika“ genannt.

Nach dem Tempelbesuch sind wir dann mit dem Taxi zur 2. Party gefahren, es waren Freunde der Familie, die ein Fest veranstalteten. Wenn man zu einer Familie zu Besuch kam, brachte man immer eine Kleinigkeit mit, so auch hier. Es waren circa 20 Leute anwesend, aber ich und Manvi waren die einzigen in unserem Alter bis Angela kam. Sie war 15 Jahre alt und von einer anderen Schule als Manvi, weswegen sie sich auch nicht kannten. Wir drei haben uns gut verstanden und ein wenig über die Unterschiede von Deutschland und Indien geredet. Nach einer gewissen Zeit kam die Gastgeberin und bat uns ins Wohnzimmer, wo die Erwachsenen schon anfingen leidenschaftlich Karaoke zu singen (Karaoke ist ziemlich beliebt in Indien). Es waren natürlich nur Lieder auf Hindi und sogar meine Austauschpartnerin hat ein Lied gesungen. Sie wollten mich auch dazu bringen, auf Hindi zu singen, das war mir dann aber eine Stufe zu hoch. Nach langer Zeit und vielen hindischen Liedern kam dann ein neues Spiel auf die Bildfläche namens „Tambola“. Jeder bekommt eine Karte mit 15 Zahlen von 1-99 drauf im Austausch gegen 50 Rupis. Nun gab es eine Person, die nach vorne ging und die zufällige Zahlen hintereinander vorliest. Wenn man dann eine Reihe, Ecken oder Full-House als 1. hat, gewinnt man einen Preis. Nach vielen vorgelesenen Zahlen und Personen um mich herum, die alle Preise abstaubten, schaffte ich es, in dieser Runder den Hauptpreis zu gewinnen, also das erste full-house. Das hat mich ziemlich gewundert, da ich normalerweise ziemlich viel Pech bei solchen Glückspielen habe, aber ich wurde stolze Besitzerin von 500 Rupis. Im Anschluss gab es Abendessen und Kuchen (der sehr lecker schmeckte) und alle haben sich unterhalten bis es schon plötzlich 12 Uhr war, also schon Diwali. Dann wünschte sich jeder „happy diwali“ und wir fuhren auch nach Hause. Von den Gastgebern hatte ich sogar ein Geschenk zu Diwali bekommen und zwar einen Kugelschreiber, eine ziemlich nette Geste von ihnen.

Donnerstag, 19.10.17

Der Morgen war wie jeder andere, aufstehen, frühstuecken, Zeit für sich selbst. Aber eine Sache an diesem Morgen war anders: Diwali. Es ist das wohl meist gefeiertste und beliebteste Fest in Indien und wird auch Lichterfest genannt. Für uns Deutsche könnte man es so erklähren, dass Diwali wie eine Mischung aus Weihnachten und Silvester ist. Einerseits sind da die unglaublich schön mit Lichterketten geschmückten Häuser und Hochhäuser, deren Ketten von ganz oben bis unten reichen, andererseits auch die Feuerwerke, die Diwali einfach ausmachen. Aus diesem Grund haben ich und meine Austauschpartnerin an diesem Morgen angefangen, das Haus mit Diwali Dekoration zu schmücken, von Lichterketten über Kerzen zu Stickern war da alles dabei. Wir haben im Haus auch so eine Art kleinen Tempel aufgebaut (wo man natürlich nur ohne Schuhe hindurfte) der für das Beten an Diwali am Abend wichtig war. Anschließend wollten ich und Manvi noch ein Rangoli machen, das ist ein buntes Sandgemälde, dass man draußen vor der Haustüre macht. Leider kamen wir nicht dazu, da die Familie der besten Freundin von Manvi zu Besuch bei uns vorbeikam. Natürlich hatte ich an diesem Tag keine gewöhnliche deutsche Kleidung an, nein an diesem Tag hatte ich einen typisch, traditionellen, bunten Lehenga an. Wie es üblich ist an Diwali, hat auch diese Familie Geschenke mitgebracht als sie zu Besuch kam. Ich habe mich gut mit Manvis bester Freundin verstanden und mit ihren zwei kleinen Zwillingsbrüdern auch. Ich nenne sie Jane, da ich mir ihren echten Namen nie merken kann (wenn ich eins über indische Namen sagen kann, dann dass sie schwer zu merken sind). Wir haben alle einen Tee getrunken und dann bin ich mit der Familie von Jane zu ihr nach Hause gefahren, da meine Gastfamilie noch etwas zu erledigen hatte. Somit hatte ich quasi meinen ganzen Diwali Abend bei ihnen verbracht. Je mehr Zeit ich mit Jane verbrachte, desto mehr fand ich einen Draht zu ihr. Wir hatten ähnliche Interessen und mochten es, Musik zu machen. Deswegen haben wir zusammen gesungen während sie Gitarre gespielt hatte. Irgendwann war es dann soweit, die Familie versammelte sich bei ihrem kleinen Haustempel und fing mit ihrem Diwali Ritual an. Erst bekam jeder ein kleines rotes Band um das Handgelenk, das drei Mal rumgewickelt und drei Mal geknotet werden musste, sie erklährten mir, dass es die Bindung zu ihren Göttern verstärkt. Danach bekam jeder einen roten Punkt auf die Stirn und sie fingen an, Lieder auf hindi zu singen. Anschließend hat die Mutter jedem so etwas Reiskornartiges in die Hand gegeben und dass sollten wir dann alle in einen großen Teller in der Mitte legen. Sie meinten, das wären Gaben zum essen für ihre Götter, währenddessen hatte der Vater aus einem Buch auf hindi Geschichten und Gebete vorgelesen. Schließlich hatten sie wieder auf hindi gesungen und am Ende ( das ganze hat circa 20 Minunten gedauert ) hatten die Mutter und der Vater alle gesegnet ( auch mich ) und jeder bekam was Süßes zu essen. Dann haben Jane und ich „Diyas“ , solche kleinen Öllampen, im ganzen Haus und auf jeder Terasse verteilt. Obwohl die Regierung in Dehli Feuerwerke und Böller dieses Jahr verboten hatte, hörte man es trotzdem überall knallen. Das alles mitzuerleben, dabei gewesen zu sein bei ihrer Tradition an Diwali, ist einer dieser Sache, die ich nicht so leicht vergessen werde. Danach gab es erstmal Abendessen, ich habe alles probiert, aber es war unglaublich scharf, da sie nicht auf mich vorbereitet waren und deswegen nicht milder gekocht hatten ( es war wirklich verdammt scharf ). Anschließend haben Jane, ihre Brüder und ich noch Carom gespielt. Es ist ein indisches Spiel, das so ähnlich wie Billard in klein ist. Irgendwann fragte mich dann Jane, ob ich denn nicht eine Himmelslaterne steigen lassen möchte. Von dieser Idee war ich sofort begeistert. Sie haben mir gesagt, dass ich auf die Laterne Wünsche für die Zukunft schreiben soll. Dann haben wir das untere Teil angezündet und haben die Laterne steigen lassen. Es war wirklich magisch zu sehen, wie die Laterne aufstieg und immer kleiner wurde und irgendwann verschwand ( nun ja nach einer Minute ist sie wieder gesunken und auf die Strasse gestürzt, aber es war trotzdem magisch). Danach hat mich meine Gastfamilie wieder abgeholt und zu ihnen gebracht, da es schon ziemlich späüt war. Aber eine Sache habe ich an diesem Abend noch gemacht, und zwar haben Manvi und ich uns alle Kerzen im Haus geholt, angezündet und im ganzen Haus verteilt, in jedem Stockwerk, auf jeder Terasse und schließlich auch auf dem Dach. Und dieser Moment, als ich einfach auf diesem Dach stand, überall um mich herum Kerzen und Feuerwerk über meinem Kopf, inmitten dieser ausgelassenen Stimmung der Menschen an Diwali , das war einfach einer der besten Momente, die ich bis dahin in Indien hatte.

Sonntag, 29.10.17 & Montag 30.10.17

Falls sich jemand fragt, warum ich den Samstag übersprungen habe (was ich bezweifle), dann liegt das daran, dass der Samstag einfach ziemlich unspäktakulär verlaufen ist. Deswegen geht es gleich mit Sonntag weiter, diesen habe ich mit Penelope, Sanskriti (Penelopes Austauschpartnerin), Lena und Aditi (Lenas Austauschpartnerin) in der Ambience Mall verbracht. Die Ambience Mall ist einer der größten Malls in Dehli und ziemlich modern. Da ja Halloween vor der Tür stand, kauften wir uns Sachen zum Verkleiden für Dienstag und andere Dinge. Nur wenige Menschen in Indien feiern Halloween, aber unsere Austauschpartner wollten sich extra alle mit uns treffen, damit wir es feiern können. Aber ich will hier niemand mit dem Mädchen-gehen-shoppen Szenario langweilen, deswegen komme ich zu einem schnellen Ende von diesem Tag.
Am nächsten Tag stand wieder Schule auf dem Plan, jedenfalls startete der Tag mit unserer ersten Stunde Yoga. Es war ganz lustig, es ist wie Gymnastik mit dem Schwerpunkt auf Atmen, da das richtige Atmen Dreh und Angelpunkt für Yoga ist, um die Übungen richtig zu machen. Also wer es noch nicht ausprobiert hat, sollte Yoga unbedingt mal versuchen. Anschließend hatten wir eine Diskussion über alternative Energieressourcen und erneuerbare Energie (glaubt mir es ist schwer, über sowas in englisch zu reden). Wir machten eine Gruppenarbeit darüber, in der die Deutschen eine Präsentation über erneuerbare Energie in Deutschland machten und die Inder über Indien. Schließlich, als wir fertig waren, sind wir in die Kunstklasse gegangen. Dort wurden wir dann in indischer traditioneller Kunst belehrt, z.B das verschiedene Regionen verschiedene Arten von Kunst hatten. Und an diesem Tag haben wir uns am „Dot Painting“ versucht. Dabei gestaltet man ein Bild dadurch, dass man einzelne Punkte gezielt auf das Blatt setzt. Indische Kunst charakterisiert einfach die Farbenvielfalt und die zahllosen Muster. Danach hatten wir alle noch eine Tanzstunde, in der wir indisch tanzten lernten. Diese Tänze würden wir dann noch am Culture Evening tanzen, der vorletzte Abend, den wir in Indien verbringen würden.

Dienstag, 31.10.17 (Halloween)

Heute war Halloween! Aber diese Tatsache wurde erst am Abend spannend, erstmal begleiteten wir unsere Austauschpartner in ihre Klassen. Danach machten wir Deutschen einen Ausflug zum Lotustempel, zum India Gate und zum Parlament. Als wir mit dem Bus beim Lotustempel ankamen, war dort eine ewig lange Schlange vor dem Eingang. Also hatten wir die Wahl: 1-2 Stunden anstehen und den Tempel auch von innen sehen, oder eine Runde um ihn drehen, damit jeder Fotos machen kann und zur nächsten Station fahren. Wie man es sich denken kann, sind wir dann gleich weiter zum India Gate gefahren. Dort sind wir auch dann glücklicherweise ausgestiegen, um es uns näher anzuschauen. Wie immer waren viele Händler auf der Strasse, um ihre Ware zu verkaufen und wir machten viele Fotos. Es ist immer wieder witzig zu sehen, wie die Inder fasziniert von uns Ausländern sind und Fotos mit uns machen wollen. Auch wenn wir ablehnen, versuchen sie dann meistens „heimlich“ Bilder von uns zu machen, davon sind aber unsere blonden Freunde mehr betroffen. Nach 20 Minuten stiegen wir wieder in den Bus auf, um zu unserer letzten Station, dem indischen Parlament zu fahren. Leider sind wir an dieser Station auch nicht ausgestiegen, was ziemlich schade war, da wir den halben Morgen mehr im Bus verbracht haben, als das anzuschauen, was im Plan stand. Aber genug dem Meckern, heute war Halloween und das haben wir auch am Abend gefeiert. Wir haben uns alle im Cyberhub getroffen, einem Teil der Stadt, indem es viele Restaurants und Unterhaltung gibt. Penelope, Sanskriti und ich waren sogar verkleidet, aber die anderen nicht, was ich sehr schade fand da Halloween eine schöne Tradition ist. Jedenfalls sind wir alle zusammen etwas Essen gegangen und haben Spaß gehabt, es war ein schöner Abend. Penelope, Sanskriti, ihre Mutter und ich sind noch zu viert an dem Abend typisch indisch Essen gegangen, und das was unser Halloween Abend in Indien.

Die erste Woche - von Emma Hiltner

Dienstag:

Nach sieben Stunden Schlaf stand ich dann auf. Als Frühstück bekam ich ein Omelette und eine warme Schokolade. Dann wollten wir einen Film anschauen (Bangal). Irgendwann kam Mehrs Mutter nach Hause mit einem Suit für mich. Den habe ich dann anprobiert und ihn genommen. Wir redeten an dem Tag viel und haben ein paar Dinge wegen dem nächsten Tag geklärt. Um 22:00 Uhr bin ich dann ins Bett gegangen.

Mittwoch:

Heute bin ich um 10:00 Uhr aufgestanden. Wir saßen ein bisschen auf dem Sofa, haben Fernsehen geschaut und ich hab mein Omelette gegessen. Danach hab ich geduscht, mich angezogen und fertig gemacht. Die Mutter hat uns zu einem Markt gefahren, um unser Mehandi machen zu lassen. Der Markt war voller Menschen, verschiedene Gerüche waren von überall wahrzunehmen. Nach einer halben Stunde waren wir fertig und haben noch schnell Schuhe für mich gekauft. Daraufhin fuhren wir nach Hause und hatten Lunch. Wir bekamen eine Mischung aus Zitronensaft und Zucker auf das Mehandi und mussten es noch ca. 1h darauflassen. Nach den 2-3h kratzten wir es endlich ab, unsere Hände klebten sehr stark. Als wir es runter hatten, fuhren wir zu einer Mall und trafen uns mit Hannah und ihrer Austauschpartnerin. Am Eingang der Mall wurden wir erstmal kontrolliert. Dort kauften wir einen Suit und Schmuck für Hannah und für mich noch Ohrringe. Wir aßen Eis, welches sehr speziell ist, da es in Rollen serviert wird. Ich hatte eine Schokoladeneis mit Erdnüssen und Brownies. Danach mussten wir nach Hause, weil wir uns fertig machen mussten, um auf eine Feier des Golfclubs zu gehen. Dort war eine Band die Livemusik gespielt hat. Jeder holte etwas Essen und ich probierte alles. Erstaunlicherweise empfand ich nichts für scharf, außer das Chilli Hühnchen. Ich sprach mit den Freunden der Eltern und jeder interessierte sich dafür, wie ich Indien fand. Die Kultur ist komplett anders als bei uns, zum Beispiel gab es einen Tanzwettbewerb und jeder tanzte als würde es nur ihn und die Musik geben. Auch wir, sprich Mehr, ihre Mutter, eine Freundin von ihr und deren Tochter plus ich tanzten mit und es machte wirklich viel Spaß. Um 24:00 Uhr fuhren wir dann nach diesem schönen Abend nach Hause und wünschten uns „Happy Diwali“. Als wir ankamen, ging ich ins Bett und schlief sehr schnell ein.

Donnerstag:

Heute war Diwali, ich stand um 11:00 Uhr auf und aß mein geliebtes Omelette. Danach hab ich schnell Zähne geputzt, mich umgezogen und wir haben das Rangoli gemacht, das war wirklich Spaß mit den Blumen und den Farben. Als wir fertig waren, gab es Lunch, welches richtig lecker war. Wir entspannten uns und dann ging ich duschen, wir machten unsere Haare, zogen uns und schminkten uns. Wir dekorierten den Garten, zündeten die Kerzen an und warteten auf die Gäste. Als sie dann kamen, begrüßten wir sie und aßen ein wenig. Wir spielten drei Runden Poker, das war das erste Mal für mich, aber ich spielte anscheinend wirklich gut. Als dann mehrere Familien mit Feuerwerk kamen, zündeten die Kinder die Böller und alles andere an. Ein Feuerwerk kam in den Garten und jeder hatte wirklich Angst bekommen. Aber nichts ist passiert. Irgendwann gingen wir Kinder und Jugendlichen ins Wohnzimmer und redeten, manche zockten Call of Duty und dann Fifa. Um ca. 3 Uhr waren dann nicht mehr viele da und Mehr und ich gingen schlafen.

Freitag:

Wir sind schon um 11:00 Uhr aufgestanden, weil wir uns fertig machen mussten, da wir um 13:00 Uhr in eine andere Mall gefahren sind. Mehr und ich gingen rein und suchten unsere Freunde, aber fanden sie nicht. Also rief Mehr ihre Freunde an und die meinten sie sind unten. Daraufhin fuhren wir wieder runter und fanden sie am Eingang. Ich begrüßte Ulla und Anna und wir warteten noch auf Selina, um dann etwas Essen zu gehen. Als wir saßen und unser Essen bestellt hatten, riefen die Jungs an, dass sie jetzt auch da sind. Zehn Minuten später kamen dann noch Jonas und Elyesa mit ihren Austauschpartnern. Ulla und ich aßen eine Margherita Pizza zusammen. Als jeder fertig war und wir bezahlt hatten, fuhren wir nach ganz oben und gingen in das „Smash“. Das ist eine Art Freizeitland. Sowas ist normal in Malls in Indien. Wir spielten etwas ähnliches wie JustDance und fuhren durch „Jurassic Park“ mit Virtual Effects Brillen. Wir hatten viel Spaß dort, danach waren wir noch etwas shoppen und wir gingen um 18:00 Uhr nach Hause. Wir haben uns entspannt. Um 19:30 Uhr gab es Essen, während wir „Black Hawk Down“ alle zusammen angeschaut haben. Um 20:30 Uhr sind Mehr und ich schon ins Bett gegangen, weil wir sehr müde waren.

Samstag:
Heute bin ich um 11:00 Uhr aufgewacht. Ich habe mich fertig gemacht und Mehr und ich haben unsere Präsentation für die Schule begonnen. Um 14:00 Uhr gab es dann Lunch und danach musste sie lernen, also konnte ich auch meine Schulsachen machen. Ich lernte ein wenig für Französisch und dann haben wir abends Pizza bestellt. Mehr und ich wollten einen Horrorfilm anschauen, also suchten wir einen heraus und gingen in das Homekino von ihnen im Keller. Wir schauten „The Boy“ an und aßen dabei unsere Pizza mit einem Glas Cola. Wir fanden den Film ziemlich witzig, auch wenn wir uns ein paar mal sehr erschreckt haben. Danach schauten wir Musikvideos an und tanzten ein wenig zum entspannen. Um ca. 01:00 Uhr sind wir dann ins Bett gegangen. Das war ein sehr schöner Tag gewesen. 

Sonntag:
Ich bin um 12:00 Uhr aufgestanden und hab ein Omelette gegessen und etwas Fernseher geschaut, bis Mehr von ihrer Nachhilfe kam. Um 14:00 Uhr gab es dann Lunch und danach spielten wir mit ihrem kleinen Bruder Arjan Mario Kart und JustDance auf der Wii. Gegen Abend waren wir spazieren und spielten noch etwas Badminton. Ungefähr um 20:00 Uhr gab es dann Abendessen vor dem Fernseher auf dem Sofa. Um 22:00 Uhr bin ich dann schlafen gegangen. 

Die zweite Woche - von Daniel Maier
Montag 23.Oktober 2017

Der Tag fing heute etwas früher an als sonst, da es der erste Tag war, an dem wir mit unseren Austauschpartnern zur Schule gingen. Ich musste um 6:45 Uhr aufstehen. Normal war ich nach der ersten Woche gewohnt um ca. 10:00 Uhr aufzustehen, da es eine Ferienwoche war und ich immer ausschlafen durfte. Dementsprechend war ich relativ müde. Nach dem ich aufgestanden bin fand der mittlerweile übliche morgendliche Ablauf statt. Danach bin ich zum ersten mal mit meinem Austauschpartner mit dem Bus zur Schule gefahren. Was sehr komisch war, da mich fast jeder im Bus anschaute. Was auch etwas komisch war ist, dass mich auch jüngere indische Schüler ansprachen und etwas fragten und wenn ich ihnen antwortete, lachten die einfach nur und gingen weg . Aber es gab auch positive Erfahrungen auf der Fahrt. Zum Beispiel haben mich auch Schüler angesprochen und wollten deutsch mit mir reden und haben mich auch nach Verbesserungen gefragt. Dabei bin ich auch Schülern begegnet, die wirklich gut deutsch sprechen können. Bevor die erste Stunde begann, gingen wir in einen Raum in dem sich alle Deutschen mit ihren Austauschpartnern trafen. Dort trafen wir auch zum ersten mal die Schulleiterin, die uns willkommen hieß und danach zur einer Aula führten, wo wir mit einer Kette aus Blumen begrüßt wurden. Außerdem bekamen wir einen roten Punkt auf die Stirn. Ein paar Minuten später hielten zwei Schülerinnen eine kurze Rede. Schließlich haben noch ein paar Schülerinnen und ein Schüler zusammen ein Lied vorgesungen und sechs Schülerinnen einen indischen Tanz vorgeführt. Später haben wir einen Rundgang um die Schule gemacht, auf dem wir unter anderem einen Park, ein Schwimmbad, Gänse und Pferde gesehen haben. Den Gänsen sind wir im Park begegnet und den Pferden in einem Bereich, in dem man Reitstunden haben kann. In der Schule kann man zwischen Reiten und Schwimmen als Fach wählen. Den Rest des Schultages haben wir Spiele gespielt. Außerdem mussten wir in der Gruppe paar Sätze dazu sagen wie wir die letzte Woche und insbesondere Diwali fanden.

Dienstag, 24.Oktober 2017

Der Tag fing eigentlich gleich an wie gestern. Der einzige Unterschied war, dass ich heute um 7:00 Uhr aufgestanden bin. Ich fuhr wieder mit dem Bus zur Schule. Diesmal waren es nicht so viele Blicke, da mich die meisten Schüler im Bus mich schon gestern gesehen haben. Als wir an der Schule ankamen, gingen wir schnell zum Treffpunkt, an dem wir uns trafen, um zusammen zu einem kleinen Bus zu gehen, mit dem wir uns um 8:30 Uhr uns auf dem Weg zur Schule in Gurgaon machten. Nach zwei Stunden Fahrt sind wir an der Schule angekommen. Die Schulen sind eigentlich nicht weit voneinader entfernt. Aber durch den Verkehr, in dem sich die Autos gefühlt ohne irgendwelche Verkehrsregeln bewegen, dauert es sehr lange, bis man an seinem Ziel ankommt. Dort an der Schule in Gurgaon fand ein Seminar namens “Fit für Indien” statt. In diesem Seminar haben wir verschiedene Sachen gesagt bekommen und wir konnten Fragen stellen. Um 14:30 Uhr haben wir uns dann mit dem selben Bus wieder auf die Fahrt nach Noida begeben. Als wir wieder an der Schule ankamen, warteten schon die indischen Schüler auf uns und wir fuhren anschließend nach Hause. Später gab es noch Abendessen, es gab  Hühnchen mit Kürbis. Ein paar Minuten haben ich mit meinem Austauschpartner und ein paar seiner Freunde Fußball gespielt.

Anton Mertens
Montag 30.10.2017

Heute musste ich früh aufstehen um mit dem Bus zur Schule zu fahren. Nach dem Frühstück wurden mein Austauschpartner und ich zur Bushaltestelle gefahren. Um 8 Uhr sind wir dann an der Schule angekommen und sind in den Raum gegangen, in dem wir uns jeden morgen treffen. Um 8:30 Uhr kamen dann Inder aus der 5. Klasse zu uns damit wir sie in Deutsch unterrichten. Bis viertel nach neun haben wir dann in kleinen Gruppen den Kindern verschiedene deutsche Wörter beigebracht. Die Kinder haben gerne begeistert mitgemacht. Dann haben wir wieder im Raum gewartet mit den Indern zusammen. Um halb 10 ungefähr sind wir dann in den Chemieraum hoch, um dort zu kochen, was daraus bestand, dass die Lehrerin gekocht hat. Wir haben zugeschaut und wer wollte, durfte den Teig ausrollen. Danach durfte man, wenn man wollte, die kleinen Fladenbrote, die gebraten wurden, probieren. Dann sind wir hoch in den Computerraum, um eine Präsentation über indische Volksmusik vorzubereiten. Dort waren wir jedoch nur 10 Minuten, da die Anderen schon etwas vorbereitet hatten. Danach sind wir wieder runter in den Aufenthaltsraum und haben erstmal zwei Stunden nichts gemacht. Dann haben wir ab 13:00 Uhr einen Tanz eingeübt, den wie irgendwann vortanzen müssen. Dieser besteht aus sechs verschiedenen Tanzbewegungen. Um 14 Uhr war die Schule aus und wir sind zum Bus gegangen und sind nach Hause gefahren. Dort gab es Essen und mein Austauschpartner musste zum Schlagzeugunterricht, in der Zeit blieb ich zu Hause und machte etwas für die Schule. Abends sind wir dann noch ins Kino und haben einen 4D Film angeschaut, das war cool, doch komisch war, dass vor dem Film alle aufgestanden sind und die Indische Nationalhymne gespielt wurde. Als wir danach zu Hause gekommen sind, sind wir schnell ins Bett gegangen.

Dienstag 31.10.2017

Nach dem Aufstehen und Frühstück ging es mit dem Bus zur Schule. Dort trafen sich wieder alle im Aufenthaltsraum und redeten und warteten bis 20 Minuten vor 9 Uhr, dann kam eine Lehrerin, die uns eine indische Geschichten im Stil einer Fabel erzählt, die uns Moral und anderes beibringen sollten. Diese waren Geschichten der Hindus. Es war interessant, diese Geschichten zu hören. Insgesamt waren es fünf Geschichten, zum Beispiel über wahre Freundschaft, darüber, dass man denken soll bevor man handelt und weiteres. Um Viertel nach Neun war sie dann fertig. Danach war „facepainting“ angesagt, dort wurde man geschminkt. Wer wollte konnte als Schmetterling oder als Prinzessin geschminkt werden. Ich wurde als Prinzessin geschminkt. Dann saßen wir wieder eine Weile und danach wurde ein Gruppenfoto gemacht mit allen, die sich bemalen lassen haben. Dann kamen andere Schüler, die wollten, dass wir für ein Musikvideo tanzen. Kurz darauf haben wir nochmal den Tanz geübt, es hat gut geklappt. Um 11 Uhr sind wir dann erst in den Bus und los gefahren. Die Busfahrt ging eine Stunde bis wir bei „Humayun’s tomb“ angekommen sind. Es war eine Art großer Tempel, der sehr schön war. Dort durften wir dann eine halbe Stunde rumlaufen. Um den Tempel herum war eine riesige Parkanlage. In dem Tempel war das Grab des Königs und weitere Gräber. Um viertel nach Eins ging es zu einem Museum über Gandhi, jedoch mussten wir schnell durch laufen, da wir nicht mehr viel Zeit hatten. Trotzdem war es sehr interessant dies zu sehen. Da wir etwas zu spät zurück an die Schule kamen, konnten wir nicht den Bus nehmen, also wurden wir abgeholt. Zuhause gab es natürlich erstmal essen, dann legte ich mich ein bisschen hin. Um halb 6 holten wir meinen Austauschpartner vom Schlagzeugunterricht ab und gingen dann weiter auf eine Halloween Party mit allen Deutschen und ihren Partnern. Die Party war sehr schön, wir haben getanzt, hatten Essen und viel Spaß. Um 23 Uhr sind wir nach Hause und schlafen gegangen.

Freitag 03.11.2017

Heute ging es mal wieder mit dem Bus zur Schule. Dort waren wir wieder im Aufenthaltsraum. Um 8:45 Uhr kam dann eine Lehrerin, die mit den Mädchen „sahris“ gebunden hat. Danach zeigte uns ein Mann wie man einen Turban bindet. Dies ging schell: Um 9:20 Uhr waren wir schon fertig. Nun waren saßen wir wieder in dem Raum rum. Dann wurden wieder beide Tänze geübt. Wir wurden jedes mal besser. Um 10:15 Uhr gingen wir auf eine Terrasse, dort durften wir rangoli machen. Dies sind farbige Muster auf dem Boden, welche an diwali vor jedem Haus sind, und wir haben schwarze Inderpunkte bekommen. Nachdem jeder ein rangoli gemacht hat, sind wir wieder in den Aufenthaltsraum gegangen. Und 11:15 Uhr war das. Dann sind wir nach draußen, dort haben wir erst ein indisches Spiel gespielt, das ein bisschen wie Fangen war. Danach haben wir Deutschen gegen die indischen Partner Fußball gespielt, wir hatten sehr viel Spaß dabei. Direkt nach der Schule bin ich mit meinem Partner und noch ein paar weiteren ins Kino gegangen. Dort haben wir den neuen Thor Film in 3D angeschaut. Dann sind wir ins Haus von einem Inder gegangen. Von dort schnell zu uns, wo ich kurz geduscht habe da wir dann direkt weiter auf eine Party bei einer der Inderinnen sind. Dort hatten wir viel Spaß, haben getanzt und gespielt. Wir blieben dort bis halb 11, dann sind wir nach Hause um zu schlafen.

Samstag 04.11.2017

Um 10 Uhr hat mich mein Wecker aufgeweckt, dann bin ich langsam aufgestanden und wir haben gefrühstückt Dann ein bisschen später bin ich mit der ganzen Familie ins Auto und losgefahren. Wir haben uns auf den Weg nach Dilli haat gemacht. Wir brauchten fast eine Stunde und um 10 vor 12 kamen wir dann dort an. Dies ist in großer Markt mit vielen Ständen, wo man verschiedenste Sachen aus allen Regionen von Indien kaufen kann. Dort haben wir dann bei einem chinesischen Laden mittag gegessen. Und sind dann dort um 14:30 Uhr weg gegangen. Um 15:45 waren wir dann Zuhause und ruhten uns dort ein bisschen aus, denn schon eine Stunde später gingen wir Freunde besuchen. Dort spielten wir FIFA und redeten. Wir hatten viel Spaß und um 20:15 Uhr wurden wir wieder abgeholt und sind nach Hause gegangen. Dort hörten wir Musik, redeten und lagen rum. Um 21:30 Uhr gab es dann Abendessen. Anschließend waren wir noch bis 1.00 Uhr wach: Wir schrieben mit Freunden oder schauten lustige Videos an. Dann sind wir auch mal schlafen gegangen.

Sonntag 05.11.2017

Ich schlief lange, bis 11 Uhr. Nachdem ich aufgewacht bin, ging ich erstmal duschen.
Um 12:30 Uhr aßen wir dann zu Mittag, welches aus Brot, Kichererbsen und Eiern bestand. Kurz darauf sind wir dann zu einem Freund und seinem deutschen Austauschpartner. Dort haben diese noch schnell mittag gegessen, dann sind wir los und haben weitere Freunde an der Mall getroffen. Dort sind wir dann in einen Freizeitpark, welcher ziemlich gut war. Es gab drei Fahrgeschäfte, die Spaß gemacht haben. Eigentlich wollten wir dann noch paintball spielen, jedoch war es nicht mehr in dem Freizeitpark, sondern weiter weg. Daher sind wir länger dort geblieben und sind alle Fahrgeschäfte mehrmals gefahren. Es gab zum Beispiel einen freefall Tower und auch eines, dass sich über schlagen hat. Dort waren wir bis 18:00 Uhr. Dann sind wir alle zusammen noch zu einem Inder mit nach Hause. Dort haben wir PlayStation gespielt und es haben dann auch alle bei ihm zu abend gegessen. Es war lecker. Dann sind wir nach Hause und früh ins Bett, da wir morgen früh raus müssen.

Anton

Die zweite Woche - Lena Bandel

Indien Bericht
20.10.17 – 23.10.17

Freitag:

Da am Donnerstag Diwali war und die ganze Familie das bis spät in die Nacht gefeiert hat, durften wir am Freitag alle ausschlafen. Als wir schließlich aufstanden mussten wir uns sogleich fertigmachen, da wir zu einer Art Tempel gefahren sind, wo es anschließend auch Essen gab. Sobald wir zurück waren, hatte mein Austauschvater beschlossen, dass wir shoppen gehen, um mir noch ein paar indische Kleider zu besorgen. Nachdem wir dann endlich für jeden etwas gefunden hatten, gingen wir noch in ein italienisches Restaurant und anschließend heim. Gegen 21 Uhr kam die beste Freundin von Aditi vorbei und meinte, ich sollte schnell mit ihr mitkommen, sie und ein paar andere Nachbarn haben gehört, dass ich auch unbedingt Himmelslaternen aufsteigen lassen wollte und haben deshalb extra welche besorgt. Nachdem wir die Himmelslaternen aufsteigen gelassen haben sind wir wieder heimgegangen und haben begonnen zu packen, da am nächsten Tag der 3 – Tage Trip begann.

Samstag:

Wir mussten schon um 4 Uhr in der Früh aufstehen und uns dann schnell fertigmachen, da um 5 Uhr unser Bus an der Schule abfuhr. Letztendlich ist der Bus dann um kurz nach fünf abgefahren, da einige (Lilli!!!!!!!!) zu spät kamen. Anschließend begann die 6 stündige Busfahrt nach Jaipur. Sobald wir in Jaipur ankamen, checkten wir erst mal ein und gingen anschließend essen. Nach dem Mittagessen fuhren wir dann zum Hawa Mahal und bekamen dort eine Führung. Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder im Hotel, wo wir ein bisschen Freizeit hatten und uns aber auch wieder fertig machen mussten, da wir am Abend noch in einen „Freizeitpark“ wollten. Allerdings war es kein gewöhnlicher Freizeitpark, in diesem Freizeitpark konnte man Kamelreiten und Tanzshows besuchen. Sogar ein Riesenrad gab es, aber das war uns nicht ganz geheuer, da es nur durch zwei Personen angetrieben war. Um ca. 22 Uhr waren wir wieder im Hotel, wo wir Freizeit bekamen und irgendwann auch schlafen gingen.

Sonntag:

Wir mussten um 8 Uhr aufstehen, uns fertigmachen und sind anschließend frühstücken gegangen. Dann sind wir mit dem Bus zu einem Platz gefahren, von wo aus wir mit Elefanten zum Amber Fort reiten sollten. Allerdings fanden die Lehrer, das wäre Tierquälerei, worin wir ihnen auch zustimmten, da die Elefanten keine Gelegenheit hatten, etwas zu trinken wären dem Ritt. Also beschlossen die Lehrer wir würden mit anderen Indern hochfahren, allerdings würden die erst in einer halben Stunde kommen. Weil das den Lehrern zulange dauerte, sind wir letztendlich gelaufen. Als wir ankamen bekamen wir im Amber Fort eine Führung und haben einige Fotos gemacht. Zum Schluss hat noch jeder eine Erfrischung bekommen und dann ging es auch schon wieder in den Bus, der zurück zum Hotel fuhr. Allerdings blieben wir nur kurz zum Essen und umziehen im Hotel, weil wir noch am Nachmittag auf den Markt gingen.
Gegen 17 Uhr kamen wir dann wieder vom Markt mit unseren neuen Errungenschaften zurück. Am Abend haben wir nur noch die Tänze für den Abschlussabend gelernt und zu Abend gegessen. Dann sind wir schlafen gegangen.

Montag:

Da heute der Tag war, an dem wir zurückfuhren, aber auch noch zwei Bauwerke anschauen sollten, mussten wir alle schon um 5:30 Uhr aufstehen. Um halb 7 war dann die Abfahrt und es begann die 4 stündige Fahrt während der fast alle schliefen. Zuerst schauten wir uns ein altes Fort an und anschließen fuhren wir zum Taj Mahal.
Zuerst mussten wir wieder durch die Sicherheitskontrolle durch, anschließend begann unsere Führung. Da wir besondere Tickets hatten mussten wir nicht lange anstehen und sind ziemlich schnell ins Taj Mahal gekommen. Nach der Führung haben wir noch ein Gruppenfoto gemacht und sind dann auch wieder in den Bus gestiegen und heimgefahren.
Gegen 23 Uhr kamen wir an der Schule an, von wo aus wir noch heimfahren mussten und sind dann sofort schlafen gegangen, da wir morgen in die Schule mussten.

Die vorletzte Woche - von Penelope Baamann
Samstag der 4 November 2017 (Gurgaon)

Endlich war wieder Wochenende und ich konnte ausschlafen, da ich die ganze Woche um 6 Uhr aufgestanden war. Den Tag starteten wir ganz entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück. Anschliessend hörten meine Austauschpartnerin und ich Musik. Darunter auch viele Bollywood Lieder, die meisten sind wirklich gut, auch wenn man kein Wort versteht. Für Mittags hatten wir nichts vor, wollten jedoch am Abend auf das Northeast-Festival gehen.Dieses fand in der Innenstadt Delhis statt. Dort gab es traditionelles Essen und es sollte noch ein bekannter Sänger ein Konzert geben. Meine Gastfamilie stammt ursprünglich aus Assam, welches im Nord-Osten Indiens liegt, was auch der Grund des Besuches war.

Meine Partnerin und ich waren schon sehr gespannt, ich weil ich nicht wirklich eine Ahnung hatte was es war und sie noch nie dort war. Beim fertigmachen für den Abend meinte meine Gastfamilie, dass es kühl werden würde. Allerdings war damit das indische kühl gemeint, für uns war es eine laue Sommernacht. Dementsprechend war mir den ganzen Abend ziemlich warm. Bevor wir los fuhren, trafen wir uns noch mit der Familie ihres Onkels und verteilten uns auf die Autos. So endeten wir in einem reinen Frauenauto, wir hatten eine Menge Spass auf der Fahrt. Erst verfuhren wir uns ständig, danke Google Maps, und brauchten eine ganze Weile bis wir angekommen waren. Wir drängelten uns durch die Menge auf der suche nach Essen, wobei wir tatsächlich einen Stand mit Waffeln fanden. Ich bekam eine unglaublich leckere Waffel mit Nutella und Schokoladensirup, jedoch gab es zu der Waffel nur eine kleine Gabel, die mir zum Verhängnis wurde. Leider war die Gabel nur sehr dünn und die Waffel sehr zäh. Bei Versuch sie zu teilen brach mir die Gabel und die Waffel flog im hohen Bogen auf meine Bluse. Und meine Tasche. Und meine Hose.

Die herum streunenden Hunde freute es, mich aber eher weniger. Nach dem ich den Schokoladensirup einigermaßen von meinen Sachen hatte, holten wir uns noch etwas anders zu Essen. Dieses Mal waren es Nudeln mit Gemüse. Zu erste spürte ich noch nichts aber dann brannte mein Mund wie die Hölle. So scharf war noch kein Essen gewesen. Ich dachte, dass ich mein einfach nur anstellte. Als aber auch meiner Austauschpartnerin die Tränen in die Augen traten und sie nicht mehr weiter essen konnte, wusste ich: diese Nudeln waren echt verdammt scharf.

Als alle sich von den Nudeln wieder erholt hatten, suchten wir uns einen Platz vor der Bühnen auf der gleich Papen spielen sollte. Er war ein Sänger aus Assam und machte Bollywood Musik als auch klassische Lieder für die Region.

Papon began 15 Minutes später, und er war gut, wirklich gut. Wir alle genossen den Abend sehr, wir lauschten der Musik, tanzten bevor wir zurück fuhren.

Sonntag der 5 November 2017 (Gurgaon)

Heute standen wir alle etwas früher auf als wir es an einem normalen Sonntag machen würden, denn wir wollten die Metro in die Innenstadt Delhis nehmen und dort ein wenig in den Straßen shoppen. Um ein Uhr treffen wir uns mit Lilli und ihrer Austauschpartnerin Manvi. Wie das in Indien nun mal so ist waren wir später dran als geplant, was uns jedoch nicht sonderlich störte. Nach einer 30minütigen Fahrt im Frauenwaggon der Metro erreichten wir die Innenstadt. Dort liefen wir durch einige Straßen und kauften kleine Sachen wie Ohrringe. Im Anschluss suchten wir uns einen Platz, wo wir Mittagessen konnten und entschlossen uns für ein Cafe. Dann ging es erst richtig los, denn nun tauchten wir in die engen, vollkommen überfüllten Straßen mit vielen kleine Läden ein. Schnell wurde uns bewusst, dass das Straßenshoppen nichts für uns war. Zu viel Lärm, zu viele und zu aufdringliche Menschen. Zu diesem Zeitpunkt war es schon sehr spät, also beschlossen wir zu gehen. Meine Gastfamilie und ich waren auch noch zum Abendessen eingeladen worden und wir wollten nicht zu spät kommen. Wieder nahmen wir die Metro und dann die Rikscha. Jedoch war dies nicht sehr entspannt, da wir erst eine Stunde stehend Metro fahren mussten und der Rikschafahrer nicht sehr darauf bedacht war, den Schlaglöchern auszuweichen.

Als wir dann endlich ankamen warteten bereits leckere, selbstgemachte Pizzen auf uns. Die Familie war wirklich sehr freundlich und ich hatte sie sofort gerne. Leider konnten wir nicht so lange bleiben, da meine Partnerin noch Tanzstunden hatte.

Wir fuhren zurück und setzten sie dort ab. Dies war ein langer und anstrengender aber auch schöner Tag gewesen.

Der Ausflug nach Agra und Jaipur - von Hannah Fleischer
Montag, den 6.11.2017
Heute fing der Tag sehr früh an, nämlich schon um 5 Uhr morgens. Wir überprüften nochmal, ob wir alles eingepackt hatten und schon ging es, nach einem großen Frühstück, los zur Schule. An der Schule angekommen waren schon viele andere Schüler, die auf unseren Reisebus warteten. Als der Bus dann ankam, wurde das Gepäck im Gepäckfach verstaut und jeder suchte sich einen Platz. Gegen 7 Uhr fuhren wir los Richtung Agra und Taj Mahal. Um circa 11.30 Uhr kamen wir am Taj Mahal an und wurden auf dem Gelände herumgeführt. Zum Schluss gingen wir in das Denkmal Mumtas der geliebten Frau des Shah Jahan. Gegen 13 Uhr gab es im Hotel Mittagessen. Nach ein wenig Freizeit ging es auch schon zum nächsten Monument: Dem Red Fort.
Am Abend besuchten wir ein Theater über die Entstehungsgeschichte des Taj Mahals. Das Theaterstück wurde in Hindi aufgeführt, damit wir es ebenso genießen konnten wie unsere Austausch Partner, gab es Kopfhörer mit live Übersetzung. Nach diesem erlebnisreichen Tag fuhren wir zurück zu unserem Hotel, in dem wir zu Abend aßen und anschließend in unseren Zimmern den Tag ausklingen ließen.

Dienstag, den 7.11.2017
Um 6 Uhr klingelten die Telefone in unseren Zimmern. Zeit aufzustehen, sich fertig zu machen, seine sieben Sachen zusammen zu suchen und zum Frühstück ins hoteleigene Restaurant zu gehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück checkten wir um circa 9 Uhr aus dem Hotel aus und machten uns auf den Weg nach Jaipur. Wir kamen gegen circa 14.30 Uhr in unserem Hotel in Jaipur an und aßen zu Mittag. Um 15.15 Uhr fuhren wir mit dem Reisebus durch die Stadt, zum Jantar Mantar und anschließend zum City Palace, welchen wir ebenfalls mit Hilfe des Tourguides, der uns auch durch das Jantar Mantar führte, besichtigten. Nach der Führung durch den City Palace hatten wir noch ein wenig Zeit um Souvenirs für unsere Familie und Freunde zu kaufen. Anschließend ging es direkt zum Choki Dhani. Dort kauften wir weitere Souvenirs und genossen die Freizeit. Nach einem sehr langen Tag kamen wir gegen 23.30 Uhr am Hotel an und feierten um Mitternacht den Geburtstag von Joel und Anna. Beide bekamen einen kleinen Kuchen und jeder sang laut bei den Geburtstagliedern für die beiden mit.

Mittwoch, den 8.11.2017
Nach dem Aufstehen und einem leckeren Frühstück fuhren wir in Richtung Amber Fort. Wir besichtigten es mit unserem Tourguide vom Vortag und kauften Andenken an die schöne Zeit in Jaipur und Agra. Danach machten wir uns auf den Heimweg. Eine lange Fahrt von 6 bis 7 Stunden stand uns bevor. Nach ungefähr drei Stunden legten wir eine Pause ein und aßen in einem kleinen Restaurant eines Hotels, das auf dem Weg lag, zu Mittag. Als wir in Noida ankamen, herrschte Smogalarm, sodass nur wenige Autos auf den Straßen waren.

Alles in allem war der Drei-Tages-Trip nach Agra und Jaipur mit vielen Besichtigungen und nur wenig Freizeit geplant, trotzdem haben wir die Zeit genossen.